Hände weg von unseren Renten

Argumente gegen den AHV-Abbau «AHV 21»

Mit AHV 21 wird einseitig auf Kosten der Frauen gespart. Obwohl Frauen bereits heute um einen Drittel tiefere Altersrenten erhalten. Alleine in den nächsten 10 Jahren sollen ihre Renten um 7 Milliarden gekürzt werden. Und das ist nur der erste Schritt: Rentenalter 67 für alle steht schon auf dem Programm. Um unsere Renten und unsere wichtigste Sozialversicherung zu schützen, braucht es ein NEIN zu AHV 21.

Einseitige Rentenkürzung für die Frauen

Frauen erhalten heute ein Drittel weniger Rente als Männer. Doch mit AHV 21 werden auch noch auf ihre Kosten allein im nächsten Jahrzehnt 7 Milliarden eingespart. Im Vergleich zu heute müssen sie mit Rentenverlusten von rund 1200 Franken rechnen, sofern sie überhaupt bis 65 arbeiten können. Und Ehepaare sind auch betroffen.

Frauen haben bereits 1/3 weniger Rente!

Grafik: Männerrenten und Frauenrenten im Vergleich
Durchschnittliche monatliche Gesamtrente (umfasst AHV, BVG und 3. Säule)

Rentenalter 67 verhindern

Bei einem Ja kommt schon 2026 der nächste Abbauschritt, so hat es das Parlamen beschlossen. Wird AHV 21 angenommen, ist Rentenalter 67 vorprogrammiert. Und zwar für alle – ausser für einige Topverdienende. Nur sie können es sich leisten, sich mit höheren Renten frühpensionieren zu lassen.

Realität im Arbeitsmarkt

Ein Jahr vor dem aktuell geltenden Rentenalter ist nur noch die Hälfte der Männer und Frauen erwerbstätig. Auf dem Arbeitsmarkt sind ihre Perspektiven schlecht, weil nur wenige Arbeitgeber älteren Arbeitsuchenden eine Chance geben. Die Erhöhung des Rentenalters wird mehr Personen in die Langzeitarbeitslosigkeit oder in die Sozialhilfe treiben.

Mehr bezahlen, weniger erhalten

Preise und Krankenkassenprämien steigen und setzen die Kaufkraft unter Druck. Doch mit AHV 21 wird auch die Mehrwertsteuer erhöht. Das heisst: wir alle bezahlen mehr, während bei der AHV gekürzt wird! In einem Land, in dem Unternehmen rekordhohe Profite schreiben und die Nationalbank Gewinne anhäuft, gibt es bessere Möglichkeiten, um gute AHV-Renten für alle zu finanzieren.

AHV solide und verlässlich

Wer rechnet, stellt fest: die AHV ist solide und verlässlich. Für 92 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lohnt sich eine starke AHV. Nur die 8 % der Topverdienenden bezahlen mehr als sie erhalten. Die AHV hat keine Schulden und schreibt schwarze Zahlen. Die düsteren Prognosen sind dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung nie eingetroffen. Nur mit einem NEIN zu AHV 21 schützen wir unsere wichtigste Sozialversicherung vor Abbau.

Initiative zur Stärkung der AHV

Die Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente hilft, die Frauen-Renten-Lücke zu schliessen. Denn nur die AHV berücksichtigt die mehrheitlich von Frauen erbrachte, nicht entlöhnte Pflege- und Sorgearbeit bei der Rentenberechnung. Deshalb ist jede Erhöhung der AHV-Renten die effektivste Art, um das Renteneinkommen von Frauen zu verbessern und die Rentenlücke zu schliessen. Die Initiative konnte am 28. Mai 2021 erfolgreich eingereicht werden.

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